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Wirtschaft in Botswana

Wirtschaftsgeschichtlich hat sich das Land von einer Elfenbeinexportregion über ein Maisanbau- und Rinderzuchtgebiet für den britischen Markt zu Zeiten des Protektorates und über einen Arbeitskraftexporteur nach der Entdeckung von Gold und Diamanten in Südafrika hin zu einem der weltweit größten Exporteure von Rohdiamanten entwickelt. Bevor diese Ressource Botswanas im Jahre 1967 entdeckt wurde, war das Land eines der ärmsten 25 Länder der Welt und rund zwei Drittel der Männer waren im benachbarten Südafrika tätig.

Der Export von Rohdiamanten

Zwölf Jahre lang hatte die Firma De Beers in der Kalahari nach Diamantenvorkommen gesucht und war schließlich fündig geworden. Die 1971 (Debswana Diamond Company Ltd.) zusammen mit diesem Luxemburger Investor eröffnete Orapa-Diamantmine bescherte dem gerade unabhängig gewordenen Land große Deviseneinnahmen, welche für Investitionen und einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgten. Und das trotz dessen, dass ihm nur 50% der Gewinne zufielen.

Weitere Diamantenfunde folgten auch an anderen Stellen. Durch diese Entwicklung konnte sich das Land bis 1990 zu dem afrikanischen Staat mit der niedrigsten Verschuldungsrate und der härtesten Währung entwickeln. 75 % aller Deviseneinnahmen Botswanas stammen aus dem Export von Rohdiamanten und das Land gilt zusammen mit Australien als größter Diamantenproduzent der Welt. Doch diese beeindruckende Prozentzahl birgt auch die Gefahr der Abhängigkeit von einem einzigen Exportartikel in sich. Im letzten Drittel des Jahres 2008 hatte sich durch den weltweiten Einbruch der Märkte die Nachfrage so stark reduziert, dass die Produktion temporär halbiert werden musste.

Regierungs Pläne (Vision 2016) zur Umstrukturierung der Wirtschaft in Botswana

Neben dieser Marktabhängigkeit sind natürlich auch die Diamantvorkommen nicht unerschöpflich. Schätzungen zufolge werden diese in rund 40 Jahren erschöpft sein. Um einem drohenden Krisenszenario die Stirn bieten zu können, entwickelt die Regierung Pläne (Vision 2016) zur Umstrukturierung der Wirtschaft. Neben der verstärkten Suche nach weiteren Bodenschätzen (Kupfer, Nickel, Steinkohle) wird der Tourismus, besonderes Augenmerk liegt auf Öko-Tourismus, gefördert und es wird versucht ausländische Investoren an Land zu ziehen. Darüber hinaus zielen die Pläne auf Schaffung von Arbeitsplätzen im landwirtschaftlichen Bereich ab. Momentan beträgt der Anteil der Landwirtschaft nur rund 2 % des BIP.

Durch Flutregulation im Okavango-Delta und verstärktem Anbau von Hirse und Mais soll dieser aber zunehmend gesteigert werden. Viele Gebiete des Landes lassen auf Grund ihrer klimatischen Bedingungen allerdings keine Intensivierung der Landwirtschaft zu. Auch zur Weidewirtschaft und Rinderzucht eignen sich nur etwa 20 % der Fläche des Landes. Straußenzucht wird als zukunftsträchtig angesehen, da die Tiere genügsam sind und viele Teile (Eier, Fleisch, Federn) verwertet werden können. Eine wichtige Rahmenbedingung, gerade für die Landwirtschaft, ist das Wasserdargebot. Aufgrund seines trockenen Klimas greift Botswana momentan zu rund zwei Drittel auf fossile Wasserreserven zurück, die in 40 bis 70 m Tiefe unter der Kalahari zu finden sind. Der zunehmende Verbrauch der sich nicht regenerierenden Reserven stellt eine große Herausforderung für die Zukunft dar.

Die wichtigsten Handelspartner Botswanas

Die Infrastruktur des Landes ist relativ gut ausgebaut. Rund 6.000 km asphaltierter Hauptstraßen, 5.000 km befestigte Nebenstraßen und eine von Norden nach Süden verlaufende Hauptbahnstrecke verbinden Botswana mit seinen Nachbarländern und gleichsam mit Absatzmärkten und Umschlaghäfen für seine Export- und Importgüter. Die wichtigsten Handelspartner des Landes sind die Südafrikanische Zollunion, die EU und danach die USA, China und Indien.

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